GEORGIEN

Möglichkeiten der Torfmooskultivierung in der Kolchis, Georgien.

Regendurchströmungsmoor Ispani mit Blick auf den Kleinen Kaukasus

Die natürliche Produktivität von Torfmoosen ist in Regionen mit einem warm temperaten und feuchten Klima – wie in der Kolchis-Tiefebene (Georgien) – sehr hoch, weil das Wachstum der Torfmoose weder durch Temperaturen unter 0°C noch durch lange Trockenzeiten limitiert wird, also das ganze Jahr über möglich ist. Diese Bedingungen prädestinieren die Kolchis-Tiefebene für die Torfmooskultivierung auf degradierten Moorstandorten und tonigen, brach liegenden Auenböden.
Es wurden Versuche zur Etablierung, Produktivität und Regeneration der zwei Torfmoosarten Sphagnum papillosum und Sphagnum palustre durchgeführt, um das Potential der Kolchis-Tiefebene für die Torfmooskultivierung zu untersuchen.

Feldarbeit mit georgischer Botanikerin Izolda Matchutadze

Die Studie zeigt, dass die Kolchis Tiefebene aufgrund der Flächenverfügbarkeit und der guten klimatischen Bedingungen ein hohes Potential für die Kultivierung beider getesteter Sphagnum-Arten besitzt. Für die Umsetzung müssen Methoden zur gesicherten Torfmoosetablierung vorliegen und hohe Wasserstände gewährleistet werden.