Internationale Positionen zu Paludikultur

Internationale Gremien wie der Weltklimarat (IPCC), das Umweltprogramm (UNEP)und die Ernährungs- und Landwirtschafts- organisation der Vereinten Nationen(FAO) sowie das Europäische Parlament haben die Wichtigkeit von Paludikultur erkannt und das Konzept in Veröffentlichungen aufgenommen.

IPCC zu Paludikultur
Der aktuelle Bericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) hat Paludikultur in seinem aktuellen Bericht "2013 SUPPLEMENT TO THE 2006 GUIDELINES: WETLANDS“ ausdrücklich als Nutzungsart nasser Moore aufgenommen.
siehe: 2013 Supplement to the 2006 Guidelines: Wetlands Batumi 14.-18. Oktober 2013

EU-Parlament empfiehlt Paludikultur
Das Europäische Parlament empfiehlt Paludikultur als Möglichkeit, die Treibhausgasemissionen im Sektor Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft (Land use, land use change and forestery / LULUCF) zu reduzieren: „… Maßnahmen zur Verbesserung der Bewirtschaftung landwirtschaftlich genutzter organischer Böden, insbesondere Torfböden, z.B.: Schaffung von Anreizen für den Anbau nachhaltiger Paludikulturen…“.
siehe: Amtsblatt der Europäischen Union, Reihe L: BESCHLUSS Nr. 529/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates. Brüssel 21. Mai 2013

FAO-Broschüre „Peatlands“ – zweite Auflage
Die Food and Agriculture Organisation (FAO) der UNO hat vergangenen Oktober bereits eine zweite Auflage der Broschüre „Peatlands - guidance for climate change mitigation by conservation, rehabilitation and sustainable use” herausgegeben.
Um die Bedeutung der Moore stärker ins Blickfeld zu rücken, hat die Universität Greifswald mit der Welternährungsorganisation FAO und der Organisation „Wetlands International“ eine Initiative „Moore und organische Böden“ gestartet.

Paludikultur in UNEP-Jahrbuch 2012
Im Vorwort des United Nations Environment Programms (UNEP) Yearbook 2012 erklärt UNEP-Direktor Achim Steiner: „…a pioneering form of agriculture called ‘paludiculture’ that allows farmers to cultivate rather than degrade peatlands in ways that maintain their enormous carbon stocks while producing crops for sustainable biofuels.”
siehe: UNEP yearbook 2012