CULTURA-Preis 2013

Am 30. August verlieh die Alfred Töpfer Stiftung F.V.S. ihren CULTURA-Preis 2013 an den Moorkundler und Paläoökologen Hans Joosten im feierlichen Rahmen in der Aula der Ernst Moritz Arndt Universität.
Der ursprüngliche Termin zur Übergabe des „Europäischen Preises für zukunftsgerechte Landnutzung“ auf dem Dresdner Theaterkahn war im Juli buchstäblich ins (Hoch)Wasser gefallen. Fast ein ironischer Hinweis auf das Bemühen des Niederländers um nasse Landschaften und sein Motto „Moor muss nass“.

Warum Joostens Einsatz für nasse Moore so wichtig ist, erläuterten Uta Steinhardt, Professorin an der Fachhochschule Eberswalde, und Professor Johann Schreiner, Direktor der Alfred Töpfer Akademie für Naturschutz, in einer gemeinsamen Laudatio. Schreiner war sich sicher: „Wenn es auf dem Mars Moore gäbe, würde Hans Joosten auch dort arbeiten“. „Man muss sein Herz an etwas hängen, was es lohnt.“ zitierte dazu passend Ansgar Wimmer, Vorstandsvorsitzender der Alfred Töpfer Stiftung F.V.S., den in Greifswald geborenen Hans Fallada.

Für den Preis dankte Joosten nicht nur der Stiftung, sondern auch seiner über 30-köpfigen Forschungsgruppe: „Ich wurde ausgezeichnet, das heißt, wir wurden ausgezeichnet!“. Die Arbeit für Moor- und Klimaschutz in praktische Umsetzung oder internationalen politischen Gremien sei zäh, doch Anerkennungen wie der CULTURA-Preis stimmten ihn hoffnungsvoll, so Joosten. Dieser bestätige den Ansatz der Greifswalder Landschaftsökologie aus Wissenschaft und Bewertung. Beides werde dringend gebraucht, da der Nutzungsdruck auf Land mit wachsender Weltbevölkerung und nötigen Alternativen zu fossilen Energieträgern extrem steige. Das Preisgeld will Joosten in den Aufbau eines Greifswalder Moorkompetenzzentrums mit Spezialbibliothek einbringen.

Mit dem CULTURA-Preis zeichnet die Alfred Töpfer Stiftung F.V.S. seit 2007 europaweit innovative und beispielhafte Arbeitsansätze in Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft und den damit verbundenen Wissenschaften aus. Das von Hans Joostens Arbeitsgruppe entwickelten Konzept Paludikultur verbindet sowohl Schutz mit Nutzung und ist zukunftsweisend für den Umgang mit der Ressource Land. Der Preis ist mit 25 000 Euro dotiert.
Weitere Information:

CULTURA-Preis der Alfred Töpfer Stiftung